Lebensmittelverschwendung

Laut einer Studie von 2012 wirft jeder von uns pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Am meisten Obst und Gemüse. Durch das Mindesthaltbarkeitsdatum landen Lebensmittel in den Müll, die vermeintlich abgelaufen sind aber dennoch verzehrt werden können.

Im unten aufgeführten Link findet ihr von der Verbraucherzentrale Hamburg eine Checkliste mit Lebensmitteln und die Empfehlung wann diese nach Ablauf des MHD noch verzehrt werden können.

https://www.zugutfuerdietonne.de//fileadmin/Neuigkeiten/Meldungen/Verbraucherzentrale_Hamburg/vzhh_Verbraucherzentrale_Checkliste_So-erkennen-Sie-ob-Lebensmittel-noch-gut-sind_.pdf

Was können wir dagegen tun?

Besser einkaufen.

Besser lagern.

Besser essen.

XXL Packungen erscheinen erst einmal preiswert, landen dann aber die Reste in den Müll, sieht es schon anders aus. Eine Wochenplanung und die richtige Lagerung im Kühlschrank spart Zeit und Geld. Neue Lebensmittel nicht vor die bereits vorhandenen Lebensmitteln stellen. Schon im Kühlschrank oder Hausratsschrank nach Ablaufdatum sortieren. Übrig gebliebene Reste vom Mittag können auch noch Tage später gegessen werden oder sie werden eingefroren.

http://blog.foodcoach-hoffmann.de/meal-prep-vorkochen

Hier findet ihr eine kostenlose App mit Resterezepten vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Sie enthält 340 Rezepte von Sterneköchen und Hobbyköchen. Die App gibt Tipps zum Einkauf und Lagerung.

https://www.zugutfuerdietonne.de/praktische-helfer/app/

Es ist schlimm; Tiere leiden, Menschen leiden, die Umwelt leidet und wir schmeißen bedenkenlos Lebensmittel weg. Wie gut das es die guten Seelen von einigen Supermärkten gibt die Lebensmittel vor der Tonne retten. Hier in Köln z.B. ( jetzt mache ich unbezahlt Werbung für:) The Good Food.

Aber können wir was dafür, dass wir so ticken? Bei all dem Überfluss und billigen Fleisch-Gemüse- und Obst-Angebot. Da können wir uns ja schon mal was mehr gönnen und wenn wir es nicht schaffen aufzuessen, werfen wir es in den Müll. Sind ja nur Centbeträge. Das aber für ein Kilo Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser gebraucht werden bedenken und wissen wir zum Teil auch nicht.

Während Menschen hungern und wir auch noch deren Ressourcen an Getreideanbaugebieten  aufbrauchen, landen diese Lebensmittel achtlos im Müll.

Auch ich muss immer wieder meinen Lebensstil neu überdenken. Achtsam sein, zu hinterfragen wo kommt dieses Nahrungsmittel her, vom Anbau, Transport bis ins Geschäft hilft mir dabei es zu schätzen. Was für ein Glück ich habe, dass ich nahezu alles erwerben kann was ich möchte.

Die Lobby ist groß und nur wir können für uns selbst entscheiden. Nur einige wenige Großschlachtereien bestimmen den Preis, wobei die Menschen und die Tiere den höchsten Preis in diesem Spiel um immer größere Gewinne zu zahlen haben. Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht im TV über den ehemaligen Herta-Chef Karl Ludwig Schweisfurth gesehen. Darin kann man gut erkennen wie das mit der Massenproduktion von Fleisch so abläuft. Seine Entscheidung den Betrieb zu verkaufen um auf einen Biobetrieb umzusteigen hat mich sehr beeindruckt.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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